Der Wald macht schlau und gesund

veröffentlicht um 10.12.2014, 14:54 von Markus Knauf   [ aktualisiert: 10.12.2014, 14:54 ]
Das Konzept der Waldkindergärten „macht nicht nur Schule“, es bereitet auch die Kinder optimal auf die Schule vor. Warum das so ist kann man anhand von wissenschaftlichen Studien und Erfahrungsberichten veranschaulichen.

In den Studien wurden Kinder aus Regelkindergärten mit Kindern, die einen Waldkindergarten besucht haben, verglichen. Im Ergebnis schneiden die Waldkinder sehr gut ab. Besonders in den Bereichen Motivation, Ausdauer, Konzentration, Sozialverhalten und Mitarbeit im Unterricht besitzen die Kinder aus Waldkindergärten den anderen Kindern gegenüber einen deutlichen Vorteil.

Aber warum ist das so?

Kinder in Waldkindergärten sind viel mehr auf gegenseitige Hilfe angewiesen. Dies wirkt sich nachweislich positiv auf die Kooperations- und Teamfähigkeit, und somit auf das Sozialverhalten der Kinder aus. Waldkinder fügen sich im Durchschnitt leichter in Gruppen ein, sind rücksichtvoller, lösen auftretende Konflikte friedlicher und zeigen deutlich weniger aggressives Verhalten.

Die Kommunikationsfähigkeit wird durch die Umnutzung von Naturmaterialien zum Spielzeug stark gefördert. Ein Stock ist nicht mehr nur ein Stock. Er kann eine Angel, Baumaterial, Futter für die Tiere, ein Schwert, ein Lenkrad oder vieles mehr sein. Dies hat deutlich positive Auswirkungen auf die Ausdrucksweise und die Kommunikation der Kinder.
Dass Kinder aus Waldkindergärten gesünder sind als Kinder aus Regelkindergärten ist unumstritten. Nachweislich ist der Krankenstand in Regelkindergärten bei 8% - in Waldkindergärten hingegen bei nur 2,8%. Der Wald macht schlau und gesund!