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Kind-Sein im Rhythmus der Natur

veröffentlicht um 17.03.2017, 14:41 von Markus Knauf   [ aktualisiert: 28.03.2017, 12:39 ]
Wer jeden Vormittag im Wald verbringt, kann ganz nebenbei viel lernen: Wie warme Sommererde nach einem Regenguss riecht, wann sich die Blätter im Herbst verfärben und ab welchem Zeitpunkt Wasser zu Eis wird – das erfahren Waldkinder automatisch. Sie erleben den Kreislauf der Jahreszeiten und haben ganz selbstverständlich Kontakt zu Tieren wie Schnecken, Eidechsen und Käfern. „Die vielen Reize im Wald stimulieren Nervenzellen im Gehirn“, betonen Waldpädagogen. „Ein differenziertes Netzwerk an Nervenbahnen wird angelegt, und es bildet sich eine breite Entwicklungsgrundlage. Allein ein spontaner Wetterwechsel bringt direkte Erfahrungen für alle Sinne: Haben die Kinder eben noch den von der Sommerhitze ausgetrockneten Boden durch die Finger rieseln lassen, läuft dort nach einem Regenguss ein Rinnsal den Berg hinunter.“ So lernen die Kinder nicht nur den Rhythmus der Natur kennen sondern reifen zugleich an ihm.
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